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13/06/2016

Manuel Möller, Senior-Projektleiter, McKinsey & Company, Inspiration für den Job

Take Time“ ist Zeit für mich – und Inspiration für den Job

Manuel Möller

Senior-Projektleiter, McKinsey & Company

Manuel Möller
  • Bei McKinsey gehört die „Take Time“ zum Standardangebot für jeden Berater
  • Ich muss keinerlei Rechenschaft ablegen, wie ich diese Auszeit verbringe
  • Jedes Unternehmen sollte seinen Mitarbeitern diese Möglichkeit anbieten

2,151 Réponses

Für den Großteil des Jahres berate ich Firmen und entwickle Unternehmensstrategien – und habe viel Spaß dabei. Schließlich mache ich meinen Beruf aus Leidenschaft und mit dem Anspruch, etwas Sinnvolles zu tun. Trotzdem ist der Job nicht mein ganzes Leben. Ich habe viele Lebensträume und Hobbys, denen ich bereits nachgehe. Oder die ich mir erst noch erfüllen möchte.

Dafür muss ich nicht bis zum Rentenalter oder einem Jobwechsel warten – es genügt eine E-Mail zu Jahresbeginn, in der ich darlege, wann ich meine Auszeit nehmen möchte. Mehr nicht. Die „Take Time“ ist bei McKinsey keine Ausnahme, sondern die Regel. Jeder Mitarbeiter hat das Recht, alljährlich bis zu zwei Monate auszusteigen – zusätzlich zum Jahresurlaub. Das Gehalt wird anteilig weiterbezahlt, die Rückkehr gestaltet sich absolut problemlos. Zudem muss ich keine Rechenschaft ablegen, was ich in dieser Zeit plane. Die „Take Time“ ist Privatsache.

Die gewonnene Energie kann man zurückgeben

Seit 2011 arbeite ich in der Unternehmensberatung, seitdem habe ich das Angebot „Take Time“ regelmäßig wahrgenommen. Einmal nahm ich an einer Rallye in die Mongolei teil, bei der ich via Fundraising Geld gesammelt habe, das anschließend für einen wohltätigen Zweck gespendet wurde. 2014 dann bestieg ich in China einen 7000er-Berg, der bis dato noch nicht bezwungen war. All das waren lang gehegte Träume, die ich mir unbedingt erfüllen wollte – und für die ein vierwöchiger Urlaub bei Weitem nicht gereicht hätte. Von diesen Auszeiten nehme ich viel mit. Persönlich, aber auch beruflich. Bei all jenen Kollegen, die von ihrer „Take Time“ zurückkehren, kann ich es beobachten: Diese Freude, wenn sie von ihren Erlebnissen berichten, diese Energie, mit der sie wieder durchstarten. Davon profitiert natürlich auch das Unternehmen.

Das Angebot wird offensiv beworben

Ungefähr ein Drittel aller Kollegen nehmen das Angebot bereits wahr, das intensiv von unserer Personalabteilung beworben wird. Sicherlich sind wir dabei als Projektarbeiter in einer glücklichen Situation: Eine Auszeit fügt sich hier wesentlich besser ein als in einer „Linienorganisation“, bei der eine Position während einer längeren Abwesenheit neu besetzt werden müsste. Es sollte lediglich eines gewährleistet sein: Die „Take Time“ muss sich zwischen die Projekte einfügen.

Ich bin dankbar, dass ich diese Möglichkeit habe. Und ich würde mir wünschen, dass eine Auszeit keine Ausnahme bleibt, sondern künftig zum Standard in deutschen Unternehmen gehört. Es lohnt sich – nicht nur für den Mitarbeiter.

Publié le : Hier, 23:30

 
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